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am 11. März

Das WUK braucht unserer Hilfe!

Norbert Doubek, Momo (Monika) Kreutz - Eine wichtige Kulturinstitution am Alsergrund muss dringend saniert werden und dazu ist jede Hilfe notwendig. Sollte die Rettung nicht gelingen, muss das WUK früher oder später geschlossen werden.

1855 als Maschinenfabrik erbaut beherbergte das Gebäude ab 1884 fast 100 Jahre lang Jahre das TGM (Technologische Gewerbemuseum), eine technische Fachschule.

Ab 1979 stand das Gebäude dann leer. Vor dem Hintergrund der Besetzung des Geländes des ehemaligen Schlachthofes im 3. Bezirk, der Arena entdeckten österreichische KünstlerInnen bald auch das WUK als möglichen Ort, um ein freies Kunst- und Kulturzentrum zu errichten. Viele AktivistInnen setzten sich damals dafür ein, nach den Vorbildern von Berlin und Kopenhagen auch in Wien ein Gebäude für einen autonomen Kulturbetrieb freizugeben.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser, kurz WUK, gegründet und im Oktober 1981 folgte schließlich die friedliche Übernahme des Hauses im Einvernehmen mit der Stadtregierung und dem damaligen Kulturstadtrat Helmut Zilk.

Derzeit beherbergt das WUK ca. 150 Gruppen und Initiativen, die in unterschiedlichen Bereichen tätig sind. Der Schwerpunkt liegt vor allem bei Kunst und Kultur. Daneben gibt es auch mehrere Werkstätten, gesellschaftspolitische Vereine, Schulen und Kindergruppen sowie interkulturelle Initiativen. Gemeinsam ist ihnen allen eine basisdemokratische und selbstverwaltete Entscheidungsstruktur.

Die Zeit ist aber an dem mittlerweile über 160 Jahre alten Gebäude nicht spurlos vorübergegangen. Auf Grund der intensiven Nutzung sind jetzt weitreichende und kostspielige Sanierungsmaßnahmen notwendig geworden. Kann das Geld dafür nicht aufgetrieben werden, steht das WUK vor dem Aus. Die Kosten für die notwendig gewordenen Sanierungen, geschätzte 850.000 Euro, bringen den Verein an den Rand der Existenz.

Die Ende des vergangenen Jahres gestartete Aktion „WUK retten. Jetzt!“, fand großen Zuspruch und mittlerweile sind über 50.000 Euro an Spenden eingegangen. Viel, aber noch lange nicht genug!

Jetzt sind wir alle, aber vor allem auch die Stadt und der Bezirk, gefordert!

Wir Grüne haben uns daher entschlossen, nach Möglichkeit unseren Beitrag zur Rettung des WUK zu leisten. Im Februar haben wir im Bezirksparlament eine Resolution eingebracht, die von einer breiten Mehrheit angenommen wurde und in der sich die Bezirksvertretung dazu bekennt, „alles in ihrer Macht Stehende“ zu tun, um das WUK zu retten. Ein Anfang, dem bald konkrete Maßnahmen folgen sollen.

Natürlich hat der Bezirk nicht annähernd ausreichend Mittel zur Verfügung, um die finanziellen Sorgen des WUK lösen zu können. Auch die Stadt Wien als Eigentümerin muss an Lösungen für den Erhalt des WUK und seiner Institutionen arbeiten und zu raschen Einigungen finden.

Gemeinsam mit Stadt, Bezirk, freiwilligen SpenderInnen und vielen BesucherInnen bei den geplanten Benefizkonzerten sollte es aber möglich sein, einen Großteil des erforderlichen Sanierungsbudgets aufzutreiben.

Es ist ernst – aber nicht hoffnungslos.

Nähere Informationen zur Aktion WUK retten. Jetzt!  und Details, wie sich jede und jeder von uns an der Rettungsaktion beteiligen kann, finden sich unter www.wuk.at/spenden

Spendenkonto: IBAN: AT87 1200 0100 2435 5355

Die Spenden sind steuerlich absetzbar.