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am 29. November 2020

Wie geht es weiter mit der Servitengasse? Die beste Lösung wird gesucht!

Josefa Molitor-Ruckenbauer - Wir wollen mehr Platz und Aufenthaltsqualität für Menschen im Servitenviertel statt Gold-Plating eines kurzen und gut erschlossenen Straßenzugs. Euer Feedback ist willkommen, denn nur gemeinsam finden wir die beste Lösung für alle!

Nach einem Antrag in der Bezirksvertretung im Frühjahr 2020 wurde von der Bezirksvorstehung zusammen mit den Magistratsabteilungen der Stadt Wien ein Vorschlag für die Verkehrsberuhigung der Servitengasse ausgearbeitet und bei einem ersten Dialogforum im September präsentiert.

Sowohl wir Grüne Alsergrund als auch viele Anrainer*innen waren von der vorgestellten Idee enttäuscht. Daher beschlossen wir die Sache selber in die Hand zu nehmen. Anbei findet Ihr unsere mit einigen Anrainer*innen bereits gemeinsam ausgearbeiteten Ideen und Überlegungen für das Grätzl: Die Planungsphase darf hier jedoch nicht enden. Deswegen sind eure Rückmeldungen, Anregungen und Ideen gefragt!

Unser Hauptaugenmerk liegt auf der bisher zu kleinräumigen Lösung des Problems. Das Servitengrätzl muss größer gedacht werden. Ja, die Wohnstraße in der Servitengasse/Grünentorgasse funktioniert nicht. Täglich fahren viel zu viele Autos unerlaubterweise durch. Täglich müssen Eltern ihre Kinder von der Spielstraße verscheuchen, da spielen hier zu gefährlich ist. Es reicht jedoch nicht, die Servitengasse alleine zu betrachten.

Der vordere Teil der Servitengasse und der gesamte Platz sind einem hohen Nutzungsdruck ausgesetzt. Derzeit teilen sich Marktbesucher*innen, Kinder, Jugendliche, Senior*innen, sowie die Mittagspause verbringende Angestellte und Studierende, u.v.a. die beschränkte Fläche. Das führt zu Nutzungskonflikten und Unzufriedenheit. Zudem sind die den Platz erschließenden Gassen für Menschen zu Fuß und am Rad viel zu schmal.

Das Hauptziel der Umgestaltung sollte die Schaffung von zusätzlichem, effektiv verkehrsberuhigtem Raum mit hoher Aufenthaltsqualität sein.

Die bisherigen Planungen gehen nicht weit genug, konzentrieren sich vor allem auf den ohnehin gut ausgestatteten und bereits stark übernutzten Teil der Servitengasse.

Wir schlagen ein weitergehendes Gesamtkonzept für das Grätzl vor: Ausweitung der Verkehrsberuhigung in Richtung der bisher vernachlässigten Teile der Servitengasse und Grünentorgasse, die Berücksichtigung der Volksschule Grünentorgasse im Rahmen einer effektiven Reduktion des Durchzugsverkehrs, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch mehr Bänke, Bäume und mehr Platz zum Leben.

Was bedeutet das im Konkreten?

Die Servitengasse und Grünentorgasse werden im Bereich rund um den Kirchenplatz zur Fußgänger*innen-Zone, sodass die Durchfahrt für PKWs verunmöglicht wird. Damit ist eine effektive Verkehrsberuhigung gewährleistet. Der gesamte Platz kann von Erholungssuchenden genutzt werden und es kommt zu einer starken Ausweitung des nutzbaren Raumes.

Vom Zentrum dieses gänzlich verkehrsberuhigten Platzes sind alle hinführenden Gassen ebenfalls verkehrsberuhigt zu planen und die Zufahrt nur noch für Anrainer*innen und Lieferverkehr möglich. Langfristig geht es um die Gestaltung eines wie aus Barcelona bekannten und im Koalitionsprogramm der neuen Stadtregierung angedachten Super-Blocks.

Der Parkplatzsuchverkehr wird durch die Reduktion der Stellplätze in den beruhigten Zonen ebenfalls reduziert. Die Menschen sollen durch das Pflanzen von Bäumen und das Schaffen zusätzlicher Aufenthaltsmöglichkeiten in der Grünentorgasse und Servitengasse mehr Platz zum Verweilen vorfinden.

Eine genauere Beschreibung unserer Ideen eines verkehrsberuhigten Servitenviertel finden sie hier.

Über Einschätzungen und Feedback zu diesen Ideen freuen wir uns. Schreiben Sie uns an alsergrund@gruene.at oder rufen Sie uns an: 01-4000-09113 (Josefa Molitor-Ruckenbauer stv. BVin)