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am 23. Juni

Wie bekämpfen wir die Klimakrise?

Raimund Wöß - In der Bezirksvertretungssitzung im Juni haben wir unseren Schwerpunkt auf der Frage wie können wir Hitzeinseln im Bezirk sinnvoll aufbrechen! Außerdem gibt es einige Anträge zu kulturellen Themen aus dem Grünen Klub.

Am Mittwoch, den 23. Juni treffen sich alle Fraktionen wieder unter Wahrung strenger Corona-Schutzmaßnahmen zur Bezirksvertretungssitzung. Dieses Mal haben wir einen neuen Austragungsort hier am Alsergrund gefunden: den Van-Swieten-Saal der Medizinischen Universität. Sehen könnt Ihr das ganz wie immer via Live-Stream. Besucher*innen vor Ort sind auch weiterhin nicht zugelassen.

Unser Leitantrag betrifft eine der größten Baustellen im Bezirk, die aktuell leider auch die Anwohner:innen ziemlich beschäftigt mit nächtlichen Ruhestörungen und hoher Staub- und Lärmbelastung: die Umbauarbeiten am Julius-Tandler-Platz bzw. an den Gebäudeteilen dahinter Richtung Althangrund.

Jetzt müssen wir die Gelegenheit am Schopf packen und während der Bauarbeiten an den Gebäuden auch Planungen für die Platzneugestaltung des Julius-Tandler-Platzes vorantreiben. Es gab schon im März einen Beschluss der Bezirksvertretung Bürger:innen-Beteiligung auch hier sicherzustellen, aber seitdem ist wieder nur Warten angesagt. Wertvolle Zeit verrinnt, während sich die Bürger:innen und wir fragen:  hat die Bezirksvorstehung gar keinen eigenen Plan für die zukünftigeGestaltung des Platzes?

Wir gehen in die Vorlage und stellen einen Antrag für eine echte grüne Oase, denn der Julius-Tandler-Platz ist jedes Jahr im Sommer eine der größten Hitzeinseln am Alsergrund. Die Stadt wird in den nächsten Jahren Förderungen für besonders klimasensibel gestaltete Plätze ausschütten und da gilt es rechtzeitig mit dabei zu sein – das spart Bezirksgelder und ermöglicht größere Projekte!

Mehr zu unseren Vorstellungen von einer grünen Oase am Julius-Tandler-Platz findet ihr hier!

Kurz vor der Wienwahl wollten die Wiener Linien noch zeigen was geht und haben den Vorplatz der Spittelau neugestaltet, das Endergebnis hat viele Bürger:innen aber unzufrieden zurückgelassen: viel dunkler Asphalt, das ist das Gegenteil von klimasensibler Planung um Hot Spots zu vermeiden! Der Vorplatz zeigt einerseits, dass jede gebotene Sitzgelegenheit auch dankend von den Passant:innen angenommen wird, aber es gibt auch viele Stimmen, die die abweisende Architektur ohne Rückenlehnen oder zusammenhängende Sitzflächen kritisieren. Und das fast komplett auf Bäume verzichtet wurde, stattdessen rote Solarständer mangelhaft Schatten bieten, gefällt auch vielen nicht.

Wir regen an hellere Pflastersteine zu verwenden und bei der Gelegenheit auch noch mal zu überprüfen, ob nicht doch mehr Grünflächen statt kleiner trockener Hügel möglich wären!

Nachdem unsere Benennung des Durchgangs der Rossauer Kaserne nach der Friedensaktivistin Olga Misař vom Verteidigungsministerium ignoriert wurde, regen wir dieses Mal an, dass der Treppelweg am Donaukanal von der Rossauer Brücke weg, doch nach ihr benannt werden könnte. Gleichzeitig möchten wir auch an eine der unzähligen jüdischen Vertriebenen aus dem Servitenviertel erinnern und würden den zweiten Abschnitt (ab Siemens-Nixdorf-Steig) dieses beliebten Spazier- und Radfahrweges nach der Grafikerin Karoline Tintner benennen, die als Alsergrunder Bewohnerin der Seegasse 16 1943 in Theresienstadt ermordet wurde.

Vor einem Jahr am 17. Juni 2020 ist unser Bezirksrat Peter Koppe überraschend verstorben. Die Lücke, die er bei uns, aber vor allem auch bei seiner Familie hinterlassen hat, wird immer bleiben. Eines der Projekte, für die er sich lange und schließlich auch erfolgreich eingesetzt hat, ist die Benennung des Ari-Rath-Platzes – doch eine erklärende Zusatztafel mit der berührenden Geschichte der „Beserlparkgruppe“ gegenüber des Lycée ist die Stadt bis heute schuldig geblieben. Wir machen daher einen weiteren Anlauf mit einem Antrag in Gedenken an unseren Peter!

Schließlich werden wir noch einige Anfragen an die Bezirksvorsteherin stellen: u.a. warum die Sanierung des Schubertbrunnens nun so viel länger auf sich warten ließ als erwartet (sollte im März dieses Jahrs schon beendet sein!) und weshalb im Rahmen der Rohrerneuerungsarbeiten rund um die Kinderspitalgasse ein schon lange klaffende Lücke im Radwegenetz des Alsergrunds nicht endlich geschlossen wird.​

Hier unsere Anträge und Resolutionen im Wortlaut:


Resolution für den Erhalt der Wiener Mindestsicherung:


unsere Anfragen an die Bezirksvertretung: