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am 28. Jänner

Universitätsstraße: 1:1 ist kein würdiger Ersatz – wir fordern Nachpflanzungen nach dem Wiener Baumschutzgesetz!

Josefa Molitor-Ruckenbauer - Nicht das Verstecken hinter Gesetzen ist gefragt, sondern politischer Einsatz. Wir wollen uns nicht damit abfinden, dass es lediglich zu 1:1 Ersatzpflanzungen kommt. Mit mehr Mut und politischem Willen ist auch mehr drinnen. Wir fordern Ersatzpflanzungen im Ausmaß des Wiener Baumschutzgesetzes. Das sind nach unseren Berechnungen mindestens 130 Bäume (und nicht bloß 30!).

Das Eisenbahngesetz, auf dessen Basis der U-Bahn-Bau durchgeführt wird, erlaubt das Umschneiden von Bäumen ohne Anwendung des Wiener Baumschutzgesetz. Das nehmen wir zur Kenntnis. Dennoch ist es jederzeit möglich mehr Ersatzpflanzungen durchzusetzen, wenn es dafür den politischen Willen gibt.

Dass es vor allem überzeugten, politischen Einsatz braucht, zeigt uns die Josefstadt: Dort wird nun eine 99 Jahre alte Riesen-Platane umgepflanzt, weil es dank des Einsatzes des neuen grünen Bezirksvorstehers den politischen Willen dafür gibt. Gesetzlich vorgeschrieben ist das nicht.

Genau diesen Einsatz fordern wir auch für unsere Bäume in der Universitätstraße! Keine Lippenbekenntnisse zum U-Bahn-Projekt und Verstecken hinter Gesetzen. Kein Gesetz hindert die Gemeinde Wien und die Wiener Linien daran, die Nachpflanzungen nach dem Wiener Baumschutzgesetz durchzuführen.

Und der Unterschied wäre im Sinne der Klimakrise bedeutsam: statt 20 Umpflanzungen und 30 Ersatzpflanzungen (die natürlich sehr lange brauchen werden, um wieder die selben positiven Effekte auf unser Bezirksklima zu entwickeln wie ihre Vorgänger), müssten nach Wiener Gesetzeslage eigentlich bis zu 128 Bäume nachgesetzt werden. Wir haben mit den Grünen der Inneren Stadt dafür vor Ort nachgemessen.

Daher fordern wir von der Gemeinde Wien, dass die im Zuge des U-Bahn-Baus gefällten Bäume in vollem Ausmaß nachgepflanzt werden und zwar im unmittelbaren Umfeld – da gibt es genug Platz und Bedarf für mehr Bäume. 

Und wir fordern von der Alsergrunder Bezirksvorsteherin (SP), dass sie sich stark macht und mehr Einsatz zeigt für die Bäume am Alsergrund.