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am 16. November

Resümee nach zehn Jahren und mutig in die Zukunft

Momo (Monika) Kreutz - Nach zehn Jahre Tätigkeit als Bezirksvorsteherin Stellvertreterin zieht Momo Kreutz ein Resümee über die Erfolge der letzten Jahre, bleibt aber den Bewohner*innen des Alsergrunds als erfahrene Bezirksrätin erhalten.

Liebe Alsergrunderinnen und Alsergrunder,

zuerst möchte ich mich nochmals bei den Wählerinnen und Wählern für das große Vertrauen bedanken.

Nach zehn Jahren, in denen ich die Ehre hatte, als Bezirksvorsteherin Stellvertreterin tätig sein zu dürfen, ist es Zeit, ein Resümee zu ziehen. In dieser Zeit hatte ich Gelegenheit, mit vielen von Ihnen intensive Gespräche zu führen, mit den Kolleg*innen der anderen Fraktionen Projekte auf den Weg zu bringen und gemeinsam an guten Lösungen für die Herausforderungen der letzten Jahre und für die Zukunft zu arbeiten.

So konnten wir gemeinsam die Sanierung unserer Pflichtschulen durchführen, haben eine der bestens ausgestatteten Ganztagsschulen im Bezirk einrichten können, investieren nach wie vor in unsere Bildungseinrichtungen, um zu erweitern bzw. notwendige Sanierungen durchzuführen und sogar ein weiterer Schulstandort befindet sich im Aufbau.

Im Rahmen der Budgeterstellungen wurde in den letzten zehn Jahren ein Bildungs- und Sozialbudget eingeführt und von ursprünglich je 5000 auf 10.000 Euro und - so das Budget 2021 beschlossen wird - nächstes Jahr auf je 25.000,- Euro erhöht werden .

Auch das Kulturbudget soll eine Erhöhung um 50.000,- auf in Summe 150.000,- Euro erfahren.

Wir wissen, dass das Budget in Zahlen gegossene Politik ist. Und gerade in schwierigen Zeiten von Corona ist es umso wichtiger, dass auch wir hier im Bezirk Zeichen setzen, um unsere Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen zu unterstützen. Der Betrag kann und wird die großen Defizite unserer Künstler und KünstlerInnen nicht ersetzen und auch im Bildungs- und Sozialbereich können wir damit die Herausforderungen der Zukunft für Inklusion, Integration und Diversität nicht lösen, aber wir können mit diesen Geldern Projekte auf den Weg bringen, und auf diese Weise mit zusätzlichen Angeboten Menschen im Bildungs- und Sozialbereich fördern sowie diverse kulturelle Projekte, die für unsere seelische Gesundheit notwendig sind, vorwärts bringen.

Dennoch: Derzeit können wir Coronabedingt zwar keine Veranstaltungen besuchen, aber gehen wir, sobald möglich, wieder zu kulturellen Veranstaltungen, kaufen wir Karten und helfen wie alle mit, dass unsere Vielfalt an qualitätvollen Einrichtungen erhalten bleibt.

Ein anderer wichtiger Aspekt im Bezirk war mir immer auch die regionale Wirtschaft. Die Präsentationen des Geschäftelebens am Alsergrund, Mithilfe beim Aufbau kleiner Märkte oder die Unterstützung von Initiativen zur Belebung der Grätzel sind nur einige Beispiele. Auch die Zwischennutzung von einigen Leerständen bzw. Auslagengestaltungen sind gelungen- immer in Zusammenhang mit den Hausbesitzer*innen, denen ich hier auch danken möchte, dass sie das ermöglicht haben. Hier sehe ich nach wie vor viel Potential im Bezirk, das noch genutzt werden kann.

Während des ersten Corona-Lockdowns haben wir eine Liste der Betriebe, die Waren lieferten bzw. online-Angebote hatten, erstellt, die laufend erweitert wurde und vermutlich auch in der nächsten Zeit wieder aktualisiert werden muss.

Aber auch hier gilt: Wenn wir wollen, dass unsere Straßen und Gassen, unsere Lokale und Geschäfte weiter bestehen und unseren Alsergrund mit ihren Angeboten erhalten bleiben sollen, dann müssen wir hier einkaufen und dürfen nicht bequem vom Sessel aus bei Onlineanbietern, die keine Steuern bei uns zahlen, einkaufen!

Ein wesentlicher Punkt war und bleibt für mich aber auch, die Lebensqualität am Alsergrund zu verbessern und für ein besseres Klima zu sorgen.

Bäume, die wir schon vor Jahren beantragt haben, werden nun endlich gepflanzt. Einige Bänke wurden erkämpft und aufgestellt. Mit coolen Straßen und Sprühnebeln wurde im dicht verbauten Alsergrund ein paar weitere Erholungsräume geschaffen.

Ja, es ist schon vieles gelungen. Aber das ist zu wenig!

Wir müssen in den nächsten Jahren endlich Maßnahmen setzen

  • um unsere Umwelt, das Lebensumfeld in unserer Stadt zu erhalten und zu verbessern
  • die in heißen Sommern auch für Menschen, die sich keinen Urlaub leisten oder eine Klimaanlage kaufen können, das Leben in der Stadt attraktiv machen
  • die den Durchzugsverkehr massiv reduzieren
  • unsere Straßen und Gasse sicherer machen für Fußgänger*innen und Radler*innen aller Generationen und das Tempo reduzieren
  • die Platz schaffen für die Menschen, mit schattenspendenden Bäumen und Sitzgelegenheiten
  • die die Nutzung des öffentlichen Verkehrs, das Radfahren und Zufußgehen reizvoller machen, als ein Auto zu fahren.
  • u.v.m.​

Wir müssen jetzt auch am Alsergrund an der Klimawende arbeiten, damit unsere Kinder und Enkelkinder in den kommenden Jahren noch die Chance für eine Zukunft haben.

Das und noch viel mehr sind mir nach wie vor Anliegen für den Alsergrund.

Ich will mich auch zukünftig beherzt dafür einsetzen, dass wir einen sozialen, weltoffenen, lebenswerten und klimafitten Alsergrund für ALLE gestalten.

Gerne hätte ich noch eine Zeit lang als stellvertretende Bezirksvorsteherin daran mitgearbeitet. Jetzt übernimmt dies meine Kollegin Josefa Molitor-Ruckenbauer.

Ich werde weiterhin meinen Wählerinnen und Wählern gegenüber die Verantwortung übernehmen und meine Energie und Kraft für den Alsergrund, jetzt wieder als Bezirksrätin, einsetzen.

Meiner Kollegin und meinem Team wünsche ich alles Gute und viel Kraft für die gemeinsame Fortsetzung unseres erfolgreichen Weges.