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am 26. April

Mehr Platz für die Menschen!

Raimund Wöß - In der anstehenden Bezirksvertretungssitzung Ende April bringen wir unsere Ideen ein, wie der öffentliche Raum besser genutzt werden kann.

Am Mittwoch, den 28. April findet um 17h die 3. Bezirksvertretungssitzung in dieser Periode statt. Wie bereits im Dezember weichen wir ins Haus der Begegnung in Döbling aus. Zuschauer:innen sind uns wie immer herzlich willkommen, allerdings Lockdown-konform nur von zu Hause aus über den Live-Stream​.​

MEHR PLATZ FÜR FUSSGÄNGER:INNEN

Corona hat uns vermehrt vor die eigene Haustür getrieben, um uns zumindest kurzzeitig auch die Beine zu vertreten. Doch viele Gehwege am Alsergrund sind aus historischen Gründen sehr schmal oder wegen unachtsamer Planung in der Vergangenheit vollgestellt mit Mülltonnen, Recycling-Containern, Verkehrszeichen, Telefonzellen, etc. Wir fordern, dass die Gehsteige ihre vorgesehenen Breiten zurückerhalten, damit das zu Fuß gehen, alleine oder zu zweit, mit Kindern oder einem Einkaufstrolley weniger zum Hindernis-Parcours wird. Ab in die Parkspur mit den Dingen, die uns jetzt die Wege versperren!​


Apropos Versperren: wiederholt haben uns Bürger:innen darauf aufmerksam gemacht, wenn die Durchgänge zum Viktor-Frankl-Park oder Gerda-Matejka-Felden Park verschlossen blieben. Das darf so nicht sein, wir wollen, dass sich die Menschen frei durch die Höfe und Parks im Bezirk bewegen können. Manche Flächen sind ja leider ohnehin weiterhin dauerhaft gesperrt, so dass große Grünflächen der breiten Öffentlichkeit vorenthalten bleiben (gut zu sehen auf Satellitenkarten des Bezirks: die großen privaten Parks hinter dem Lycée francais oder beim Priesterseminar).​​


Mehr Platz für Grün!

Die Ubahn-Großbaustelle zwischen Schottentor und Frankhplatz hat schon jetzt zu einer deutlichen Verkehrsabnahme auf der Achse Hörlgasse und Straße des 8. Mais Richtung 1. und 8. Bezirk geführt. Wir fordern, dass diese Verkehrsreduktion auch langfristig genutzt wird und die beiden Grünflächen von Sigmund-Freud-Park und Votivpark nicht länger durch 4 Fahrspuren getrennt werden. Stattdessen soll in Zukunft eine schattenspendende Allee an großkronigen Bäumen sowohl die Fußwege als auch einen neuen separaten Radweg kühlen und somit vielleicht auch ein wenig die kürzlich gefällten Bäume auf der Universitätsstraße ersetzen.​


Mehr platz für frauen!

​Viele von Euch haben im März unsere Frauengeschichten​ in den Auslagen der Alsergrunder Geschäftsleute gesehen. Wir bringen einen Antrag ein, um diese herausragenden Frauen auch längerfristig im Bewusstsein der Menschen, die sich im Bezirk bewegen zu halten. Alle 14 Plätze, Straßen und Wege, die nach Frauen benannt wurden, sollen Zusatztafeln mit QR-Codes bekommen, so dass jede:r am Handy die Geschichten dieser Frauen über das Geschichts-Wiki der Stadt Wien​ nachlesen kann.​

Dass der Platz von Frauen in unserer Gesellschaft immer wieder auch in fatalster Weise in Frage gestellt wird, mussten alle Alsergrunder:innen im März schmerzhaft miterleben. Wir fordern, dass auch hier am Alsergrund das tolle Pilotprojekt aus Margareten „StoP – Stadtteile gegen Partnergewalt“​ umgesetzt wird, um den Menschen nach dem verstörenden Mord an Nadine Räume zum Zusammenkommen und zur Auseinandersetzung miteinander zu geben.​


MEHR PLATZ FÜR FAHRRÄDER!

Dass der Fahrradverkehr am Alsergrund zugenommen hat, ist natürlich eine für uns sehr erfreuliche Entwicklung, da er doch viel klimafreundlicher ist als der motorisierte Verkehr. Doch mehr und mehr Menschen, die sich trauen aufs Rad zu steigen, bedeutet auch, dass viele Radabstellanlagen im Bezirk regelmäßig voll ausgelastet sind und die Menschen ihre Räder dann nicht sicher abstellen können. Gemeinsam mit den Neos haben wir eine Liste an Orten erstellt, wo zusätzliche Radabsteller nützlich wären.



MEHR PLATZ FÜR MUSIK IN DEN GASSEN!

Corona hat gerade auch allen Künstler:innen sehr viel abverlangt. Während der Bezirk aktuell versucht durch den von allen Fraktionen gemeinsam getragenen Kultursommer im öffentlichen Raum ein abwechslungsreiches Sommerprogramm zu bieten und vielen Künstler*innen die Chance geben möchte wieder aufzutreten – wollen wir noch einen Schritt weiter gehen und auch den Straßenmusiker:innen in den kommenden Monaten neue Plätze eröffnen. Bisher sind dafür nämlich nur Arne Karlsson Park und Sigmund Freud Park vorgesehen. Wir sind der Meinung mehr Musik in den Gassen kann den Sommer in der Stadt noch lebenswerter machen!


Was steht außerdem noch an? Eine Resolution, um den Alsergrund zum Menschenrechtsbezirk zu erklären; der Vorschlag doch gleich eine Studie zur Parkparkplatzsituation im Bezirk zu machen, wie es im Grünen Neubau schon regelmäßig gemacht wird; der Wunsch nach Aussendungen aus der Bezirksvorstehung, die von Wahlwerbung besser unterschieden werden können, sowie eine Zusatztafel zum am Trans* Pride Day of Visibility eröffneten Schutzweg, da die Bedeutung von dessen Farben vielen Menschen noch nicht bekannt ist.​


Alle unsere Anträge  findet ihr im Wortlaut hier: