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am 20. Dezember 2017

Lebensqualität in der Nordbergstraße

Momo (Monika) Kreutz - Eine Garage gibt es nur, wenn gleichzeitig wesentliche Verbesserungen für die BewohnerInnen des Grätzels kommen.


Öffentlichen Grund für Garagenplätze zur Verfügung zu stellen, bedarf einer genauen Analyse. Deshalb haben wir in der letzten Bezirksvertretungssitzung mehrheitlich - ohne die Stimmen der Roten – beschlossen, im Rahmen der Planungsvorschläge zur Umgestaltung des Julius-Tandler-Platzes, der Nordberg-und Althanstraße auch eine Verkehrsstromanalyse zu einer möglichen Garage zu beauftragen. Die Verkehrsentwicklung ist aber nur die eine Seite.

Für uns Grüne ist jedenfalls klar, dass öffentlicher Grund auch etwas „kosten“ und einen wesentlichen Mehrwert für die BewohnerInnen bringen muss.

Sollte also eine Garage unter der Nordbergstraße auf öffentlichem Grund errichtet werden, dann sollte es sich auch für die BewohnerInnen auszahlen.

Wir wollen die Errichtung und Pflege eines öffentlichen Parks in der Nordbergstraße mit ausreichendem Erdkörper für große Bäume. Die bestehenden Bäume sollen erhalten bleiben. Neue Spiel- und Sportflächen, die öffentlich und kostenfrei jederzeit nutzbar sind, sollen errichtet werden. Der unterirdische Flächengewinn soll oberirdisch 1:1 für eine Schule zurückgegeben werden, und gleichzeitig soll der Grund weiter im Besitz der Stadt bleiben. Die Nutzung für die Garagenfläche soll vertraglich geregelt werden. Der bestehende Ladehof soll für Lieferungen und Müllentsorgung, aber auch zB. für Citylogistik zur Verfügung stehen. An der Oberfläche sollen die Stellplätze rückgebaut werden, wobei für Taxis, Lieferungen und Behindertenstellplätze gesorgt sein muss.

Damit es in zehn Jahren etwa so sein könnte:

Familie Q mit ihren 3 Kindern -  Sara 2, Max 7 und Jonas 12 Jahre alt - wohnt in der Wasserburgergasse. Die letzten Jahre waren für alle etwas anstrengend, aber nun ist es soweit. Das Althanquartier ist fertig! Die Jüngste fängt im neuen Kindergarten an, der gegenüber am Hochpark liegt. Das hat sich besser entwickelt als erwartet, man kommt über den neuen Nordbergpark problemlos mit dem Lift auf die Hochebene. Die BetreuerInnen sind sehr freundlich und nehmen Sara liebevoll auf. Wenn am Morgen noch Zeit bleibt, geht Herr Q. nach dem Verabschieden auf einen Kaffee ins Bistro. Max geht schon alleine in der gegenüberliegenden Ganztagesschule in die zweite Klasse. Durch den verschränkten Unterricht kann er mehrmals am Tag am Sport- und Spielplatz seinen Bewegungsdrang stillen. Die Klasse hat außerdem ein kleines Beet im Grätzelgarten Nordbergstraße und beobachtet täglich, wie die Bohnen zu ranken beginnen.

Am Wochenende trifft sich Jonas mit seinen Freunden am Sportplatz und freut sich, wenn sie mit den anderen Kids ein Match spielen können oder ihnen die Jugendbetreuerin neue Tricks zeigt. Frau Q. trifft sich nach ihrer Arbeit mit den Nachbarn und NachbarInnen regelmäßig im Grätzelgarten. Ab und zu kommen ExpertInnen, die zur Pflege der Beetpflanzen Tipps geben.

Heute bringt jeder etwas zu Essen und Trinken mit um gemeinsam den 80. Geburtstag von Herrn Mehmet zu feiern. Seine ganze Familie wird kommen, sogar seine Zwillings-Urenkel. Für Musik sorgen die jungen Künstler, die ihren Proberaum im neuen Wohnheim für Generationen am Hochpark haben.

Ein schöner Ausblick, und ja, es wird nicht immer so harmonisch und friedlich sein, aber es kann Alltag werden, wenn jeder daran arbeitet.

Für eine bessere Lebensqualität für alle AnwohnerInnen. Schicken Sie uns Ihre Meinung an momo.kreutz@gruene.at