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am 12. Juni

Gelungene Zwi­schen­nutz­ung in der Alserbachstraße

Momo (Monika) Kreutz - Attraktive Schaufenster statt trostlose Auslagenscheiben. Zusammen mit engagierten jungen Geschäftsleuten aus der Umgebung zeigen wir, wie es geht.

Innovative Geschäftsleute nutzen Leerstände sinnvoll!


Menschen, die mit offenen Augen durch den Alsergund gehen, kennen das: Viele Geschäfte, die zusperren, stehen danach lange Zeit leer, bis sich wieder jemand findet, der die Räume übernimmt und belebt.

In dieser Übergangszeit bieten die Auslagen dieser Lokale oft ein trauriges Bild. Innerstädtische Einkaufstraßen, die es ohnehin schon schwer haben, gegen Einkaufszentren und Online-Shopping zu bestehen, verlieren durch solche, teils verwahrloste Fensterfronten weiter an Attraktivität. PolitikerInnen, KünstlerInneninitiativen und Forschungsgruppen an Universitäten haben sich in den letzten Jahren mit der Thematik befasst und versucht, Konzepte für die Zwischennutzung von Leerständen zu finden.

Meist scheitert eine Lösung allerdings daran, dass die entsprechenden Gesetze und Regeln für kurzfristige Kooperationen, wie sie im Fall von Zwischennutzungen üblich sind, nicht anwendbar sind. Bei vorübergehenden Leerstandsaktivierungen zählen vor allem Flexibilität, gegenseitiges Vertrauen und Handschlagqualität der PartnerInnen.

Diese gemeinsame Suche nach Möglichkeiten war schlussendlich auch dann dafür verantwortlich, dass es gelungen ist, die Schaufenster der ehemaligen Eisenhandlung in der Alserbachstraße 4 zu gestalten. Nach vierjährigem Leerstand bieten sie heute wieder ein durch und durch freundliches Straßenbild, das flanierende PassantInnen einlädt, stehenzubleiben und einen Blick hinter die Scheiben zu werfen.


  • Auf Initiative von uns Grünen haben engagierte junge Geschäftsleute aus dem Alsergrund mit dem Hausbesitzer eine Einigung getroffen, welche die kostenlose Nutzung der Auslagen bis zum Beginn der Haussanierung 2019 ermöglicht. KünstlerInnen, KleinunternehmerInnen, Vereine und das Bezirksmuseums haben sich in weiterer Folge an dem Projekt beteiligt, und binnen weniger Tage waren die verklebten und verstaubten Fenster gereinigt und die Auslagen attraktiv gestaltet.

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Auf einfache Werbung wurde bei der Gestaltung der Auslagen bewusst verzichtet: Vielmehr ging es allen Beteiligten darum, etwas Kreatives, Künstlerisches oder Informatives zu schaffen, um vor allem einen Beitrag zur Gestaltung des halböffentlichen Raumes zu leisten.

Wir hoffen natürlich, dass noch weitere BesitzerInnen von leerstehenden Geschäftslokalen im Bezirk, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, Appetit bekommen und dem Beispiel Alserbachstraße 4 folgen. Wir werden auf jeden Fall weiterhin in diese Richtung aktiv bleiben.


Falls Sie ein leerstehendes Geschäft oder Interesse an der Gestaltung einer Auslage in einem Leerstand haben, melden Sie sich bei der stv. Bezirksvorsteherin  Momo.kreutz@gruene.at!