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am 24. November 2015

Gedenktafel an der Rossauer Kaserne für die politischen Häftlinge 1933 bis 1945

Christa Schmid - Endlich wird an der Rossauer Kaserne der politischen Häftlinge 1933 bis 1945 gedacht – die Tafelenthüllung blieb leider in überschaubarem Rahmen...

Ursprünglich sollte es eine Gedenktafel für Jura Soyfer werden – auf unsere Anregung hin wurde es jedoch etwas weit Größeres: Dem wissenschaftlichen Leiter der Jura-Soyfer-Gesellschaft, Dr. Herbert Arlt, ist es schließlich gelungen, alle bürokratischen und interministeriellen Gräben zu überbrücken und mit Beteiligung der Innenministerin und des Verteidigungsministers eine Gedenktafel für die politischen Häftlinge in Österreich vom 6. 3. 1933 bis 8. 5. 1945 im Sinne der vom Österreichischen Parlament 2009 und 2012 beschlossenen Rehabilitationsgesetze an der Rossauer Kaserne zu errichten.

Via QR-code können hierzu nähere Informationen zur umfangreichen Recherche eingesehen werden, siehe hier – damit sind auch umfangreiche Archivzugänge geschaffen, die über die mutigen Menschen, deren Schicksal unter anderem hier in der Rossauer Kaserne besiegelt wurde, informieren. Viele Akten über die in der Rossauer Kaserne Inhaftierten waren ja nach 1945 „verschwunden“ – umso erfreulicher, dass nunmehr Innenministerium und Verteidigungsministerium gemeinsam dieses Projekt mittragen und damit die WiderstandskämpferInnen für Freiheit und Demokratie unseres Landes ehren.

Sehr berührend war die Interpretation von vertonten Soyfer-Texten durch die Musikerin Maren Rahmann, die einen beklemmenden Brückenschlag zur aktuellen Flüchtlingsdebatte andeuteten.