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am 9. Juli 2014

Spittelauer Platz - ein dürftiges Ergebnis nach mehreren Jahren Planung

Momo (Monika) Kreutz - Der Platz hinter dem Franz-Josefs-Bahnhof mit dem Kleinkinderspielplatz war in den letzten Jahren mehrmals Gesprächsthema im Bezirk. Jetzt wurde der Park eröffnet und bei vielen ist die Enttäuschung groß.

​Der Platz hinter dem Franz-Josefs-Bahnhof mit dem Kleinkinderspielplatz war in den letzten Jahren mehrmals Gesprächsthema im Bezirk. Jetzt wurde der Park eröffnet und bei vielen ist die Enttäuschung groß.

Über zwei Jahre hinweg wurde im Bezirksparlament und mit den AnrainerInnen intensiv über die Gestaltung des Spittelauer Platzes diskutiert. Die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse verlangten nach einer Lösung: ein Spielplatz für die Kleinen, Freiraum zum Bewegen, für die BewohnerInnen Ruhe- und Schattenplätze zum Erholen, und nicht zuletzt stellten die auf Grund der Nähe des Bahnhofs anwesenden marginalisierten Gruppen eine Herausforderung dar.

Anfang Juli wurde nun im Rahmen vom Projekt Spielstraßen der neue Platz eröffnet. Neu sind vor allem die Beleuchtung des Platzes, der Asphalt, die Büsche wurden durch Gräser und neue Büsche ersetzt, unter den alten Platanen findet man jetzt keinen Grashalm mehr, das Rondeau wurde ebenfalls mit Gräsern bepflanzt und zwei Kletterfiguren für Kleinkinder wurden aufgestellt. Die Kinder hatten beim Spielstraßenfest ihren Spaß und gleichzeitig waren VertreterInnen von der Gebietsbetreuung und SAM 9 vor Ort für Informationen verfügbar. An diesem Tag war der Platz belebt - allerdings gab und gibt es bis heute keine Sitzgelegenheiten! Diese sollen in den nächsten 6 bis 8 Wochen folgen: vier Sessel und auf dem Rondeau zwei Sitzbretter.

Dementsprechend gab es auch bei der Eröffnung des Platzes mehrere Beschwerden von enttäuschten AnrainerInnen, die kaum einen Unterschied zur vormaligen Situation erkennen konnten. Einzig die marginalisierten Personen am Platz fielen nicht mehr auf, weil sie durch die Belebung ein Teil des Ganzen wurden. Dennoch: Der Versuch des stv. Bezirksvorstehers alle vorgebrachten Anregungen, Hoffnungen und Bedenken durch Kompromisse zu lösen, ohne klare Vorgaben wie der Platz schlussendlich gestaltet werden soll, ist leider nicht gelungen.

Ein Platz, der genutzt und belebt sein soll, auf dem sich Kinder und Erwachsene jeden Alters wohlfühlen sollen, wo Begegnung stattfinden kann schaut unseres Erachtens anders aus. Es muss ausreichend Sitzgelegenheiten geben, es sollte mehr Grün und weniger Asphalt geben und auch die Erweiterung des Platzes um die Nebenfahrbahn hätte zur besseren Gestaltung beigetragen.