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am 20. Februar

Neue Klubobfrau der Grünen-Alsergrund

Josefa Molitor-Ruckenbauer, Webredaktion Grüne Alsergrund - Wechsel in der Klubführung - Erfahren Sie mehr über unsere neue Klubobfrau Josefa Molitor-Ruckenbauer

Nach sieben Jahren an der Spitze des Klubs der Grünen Alsergrund übergibt BR Mag. Norbert Doubek die Führung an Josefa Molitor-Ruckenbauer. Im Interview skizziert die neue Klubobfrau ihre Vorhaben für den Bezirk.

 

Was ist deine Motivation, zuerst Bezirksrätin und nun Klubobfrau der Grünen Alsergrund zu werden?

Mich treibt eine Vision an, nämlich, dass das gute Leben für alle möglich ist und dass ich und viele weitere engagierte Menschen dabei helfen können, das zu erreichen. Dass wir Wien, Europa und die Welt zu einem besseren Ort machen können.

 

Warum gerade Bezirkspolitik?

Im Bezirk kommt alles zusammen und im Bezirk kommt alles an. Alle politischen Erfolge und Misserfolge sind auf der kommunalen Ebene zu spüren. Wir BezirkspolitikerInnen erfüllen eine wichtige MittlerInnen-Funktion zwischen BürgerInnnen, ihren Anliegen und den verschiedenen politischen Ebenen. Sogar wenn im Bund etwas passiert werden wir hier dazu befragt. So kommt uns auch eine wichtige Funktion des Politik-Erklärens zu. Für mich ist aber die Ebene der Kommunalpolitik auch von Bedeutung, weil von dieser die notwendige 'Re`-Demokratisierung unserer Gesellschaft ausgehen kann.

 

Was sind Deine Ziele für den Alsergrund?

Ich möchte helfen, einen besonders charmanten Bezirk noch lebenswerter zu gestalten.  So viele gute Ideen sind bereits da – diese sind unmittelbar im Bezirk umsetzbar. Ich bin zum Beispiel ein Fan von begrünten Baumscheiben - eine kleine Maßnahme, die aber Auswirkungen auf das Soziale und die Umwelt hat. Grätzelgärten und Gärten in der Parkspur tragen ebenfalls zur Klimaverbesserung bei. Mehr Radwege und Platz für FußgängerInnen sind Maßnahmen des Klimaschutzes und tragen auch zur Aufenthaltsqualität in unserer Stadt bei. So findet sich die große Welt mit ihren Herausforderungen in kleinen Umsetzungsschritten des Bezirkes wieder. Natürlich muss man zwischen diesen wichtigen Anliegen ab und zu den ein oder anderen Hundesackerlspender in Ausschüssen endlos diskutieren. Aber auch das gehört dazu.

 

Was macht den Alsergrund bzw. Wien für dich so lebenswert?

Die hohe Lebensqualität in Wien beruht sehr stark auf Errungenschaften der Vergangenheit – der Wald- und Wiesengürtel, die tollen Gründerzeitbauten und die beispielhaften Gemeindebauten des roten Wien, die Parkanlagen, die diversen Freizeiteinrichtungen und die vielen zugänglichen Bildungseinrichtungen. Nun gilt es diese Errungenschaften nicht nur zu erhalten und zu bewahren, sondern die Stadt noch fitter für die aktuellen Herausforderungen wie Klimawandel und verstärkter Zuzug in die Städte zu machen. Wir brauchen ein Mehr an Grün, Bäumen, an qualitativen Aufenthaltsmöglichkeiten, ein Mehr an gestalterischer Durchmischung - für Klimaschutz und für ein Mehr an gesellschaftlicher Offenheit und ökologischer Vielfalt.

 

Was wirst du als frischgebackene Klubobfrau als Erstes angehen?

Eines meiner konkreten Ziele, das mir besonders am Herzen liegt, ist es mehr Menschen für politisches Engagement und Teilhabe zu begeistern, damit diese sich einbringen und ihre guten Ideen umsetzen. Ich bin davon überzeugt, dass wir, wenn wir dem Rechtspopulismus nachhaltig begegnen wollen, dann vor allem Menschen brauchen, die von unseren Ideen wissen, sie erweitern, darüber reden und diese auch zur Umsetzung bringen.

Wir sind gerade dabei eine Plattform des politischen Austausches aufzubauen, damit wollen wir Räume für das Aushandeln von Interessen und politischer Willensbildung schaffen. Wir stehen damit erst am Anfang, aber der Optimismus und der Glaube an eine andere politische Realität machen mich zuversichtlich.

 

Und hast du auch ein motivierendes Statement, zum Schluss?

Mach 2018 zu deinem politischen Jahr - komm und mach die Welt ein Stückchen grüner. Du bist willkommen!

Kontakt: josefa.molitor-ruckenbauer@gruene.at

Foto-Credits: Cornelia Böhm