Olga Misar (geb. Popper)

Friedens- und Frauenrechtsaktivistin (1876–1950)

Olga Misar

biografie

Die Friedens- und Frauenrechtsaktivistin, Journalistin, Übersetzerin und Schriftstellerin Olga Misar lebte um 1885 am Alsergrund. Sie wuchs in Wien und in England auf. Ihre Hauptbedeutung liegt in ihren transnationalen frauen- und friedenspolitischen Aktivitäten: seit 1921 war sie gemeinsam mit Yella Hertzka im Vorstand des österreichischen Zweiges der „Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit“ und arbeitete für die internationale Dachorganisation „Women’s League for Peace and Freedom“.

Ab 1923 war sie Sekretärin des „Bundes für Kriegsdienstgegner“ und organisierte die zweite „Internationale Konferenz der Kriegsdienstgegner“ 1928 auf dem Sonntagsberg (Niederösterreich). Sie beteiligte sich an der Organisation von großen Antikriegskundgebungen in der ersten Hälfte der 1920er Jahre. Im Namen des „Komitees für innere Abrüstung“ war sie als Netzwerkerin tätig und lud Mahatma Gandhi im Oktober 1931 nach Wien ein, der dieser Einladung jedoch nicht folgte. Im April 1939 emigrierte Olga Misar nach England.

Im April 2019 stellten die Grünen Alsergrund den Antrag, den öffentlichen Durchgang durch die Rossauer Kaserne nach einer Friedensaktivistin zu benennen, in der Kulturkommission wurde dann der Vorschlag einer Expertinnengruppe (unter Federführung von Dr.in Ilse Korotin – Institut für Wissenschaft und Kunst) der Universität Wien angenommen. Seither geht der Antrag durch das bürokratische Dickicht der Stadt. Die Grünen Alsergrund hoffen auf eine baldige Realisierung.

weiterführende Literatur

  • Expertinnengruppe des Institutes für Wissenschaft und Kunst der Uni Wien

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