Beschlossen – Verzögert, Vergessen? Tempo 30

Josefa Molitor-Ruckenbauer – Die SPÖ schuldet dem Alsergrund flächendeckend Tempo 30. Das könnte schon längst umgesetzt sein: Tempo 30 ist für die Durchzugsstraßen am Alsergrund auf Bezirksebene nämlich längst beschlossen. Dennoch warten viele Bezirksbewohner:innen noch immer auf die Umsetzung. Warum passiert wieder nichts?

Flächendeckendes Tempo 30 im innerstädtischen Raum hat ganz klare Vorteile: weniger Verkehrsunfälle und weniger Lärm. Zahlreiche europäische Städte machen es uns schon erfolgreich vor – Ljubljana, Paris oder Brüssel. Aktuelle Daten zeigen, dass Tempo 30 den Verkehrsfluss nicht behindert, sondern sogar verbessert.

Am Alsergrund wurde auf Initiative der Grünen Tempo 30 auf den verbliebenen 50er Straßen bereits 2019 beschlossen. Im Sommer 2020 wurden vielen Bürger:innen bereits angekündigt, dass die Temporeduktion kurz vor der Umsetzung stehe.

Jetzt neigt sich das Jahr 2021 dem Ende zu und nichts mehr ist zu diesem Vorhaben zu hören.

Das wollen wir so nicht hinnehmen! Denn gerade für den Alsergrund, der nur über sehr unzureichende Fahrradinfrastruktur verfügt, würde Tempo 30 zu mehr Sicherheit auf den besonders gefährlichen Mehrzweckstreifen beitragen. Auch für unsere Kinder im Bezirk wäre das endlich eine gute Nachricht – denn viele Schulwege führen über diese schnell befahrenen Straßen.

Noch im Februar 2020 erklärt uns in einem langen Video der Vorsitzende der Verkehrskommission die Herausforderungen bei der Umsetzung mit Tempo 30 und den Öffis und verspricht ‚in der nächsten Zeit‘ Maßnahmen umzusetzen. Das ist offensichtlich nicht geschehen.

Warum werden diese Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung nicht endlich umgesetzt? Weil die Umsetzung polarisieren könnte? Wir sind ungeduldig – gerade, wenn es um die Sicherheit geht!

Fest steht: Ins kommende Bezirksparlament bringen wir nun neuerlich einen Antrag für Tempo 30 auf den Alsergrunder Straßen ein und fordern eine möglichst rasche Umsetzung!

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