Umbenennungen am Donaukanal – Mehr Sichtbarkeit für Frauen

Die Grünen Alsergrund feiern vor dem neuen Schild

Josefa Molitor-Ruckenbauer – Nach einem Jahr warten ist es endlich so weit. Die Promenaden am Donaukanal wurden auf unsere Initiative nach zwei mutigen Wienerinnen benannt – Olga Misař und Karoline Tintner! Diese Umbenennungen sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Straßenschild "Karoline-Tintner Promenade"
Die neue Beschilderung der Karoline-Tintner-Promenade.

FRAUEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM

Knapp eine Millionen Frauen leben in Wien – trotzdem tragen Straßen, Parks und Plätze mehrheitlich Männernamen. Das kann und muss so nicht sein. Wir, die Grünen Alsergrund fordern mehr Sichtbarkeit für Frauen im öffentlichen Raum. Die Benennung der Olga-Misař- und Karoline-Tintner-Promenaden leisten dazu einen wichtigen Beitrag.

Das Frauen weniger Platz und Sichtbarkeit auf den Straßen und Plätzen Wiens haben, ist zwar historisch bedingt – im 20. Jahrhundert hatten viele Bezirke nicht einen einzigen weiblichen Straßennamen – aber das kann und muss in der Gegenwart geändert werden. Die traurige Wahrheit ist, dass nur 5% der Straßenschilder in Wien an Frauen erinnern.

ZWEI MUTIGE FRAUEN AUS DEM ALSERGRUND

Olga Misař und Karoline Tintner waren gebürtige Wienerinnen und lebten vor einem Jahrhundert im 9. Bezirk. Olga engagierte sich in der österreichischen Frauen- und Friedensbewegung. Sie setzte sich für das Frauenstimmrecht ein und engagierte sich während des 1. Weltkriegs für den Frieden.

Unter dem Regime des faschistischen Ständestaats musste das Eheepaar Misař nach England fliehen. Karoline Tintner wurde im Jahr 1942 mit ihren Töchtern in das KZ Theresienstadt deportiert – weder sie noch ihre Kinder überlebten den Holocaust.

Wenn du mehr über Karoline Tintner, Olga Misař oder andere mutige Frauen vom Alsergrund wissen willst, findest du mehr Informationen in unseren Frauengeschichten!

Olga Misar
Die Frauen- und Friedensaktivistin Olga Misař.

„Wir freuen uns, dass diese Heldinnen vom Alsergrund jetzt im Rampenlicht stehen.“

Josefa Molitor-Ruckenbauer

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