Planungen der U-Bahnstation Arne Karlsson Park neu denken

Josefa Molitor-Ruckenbauer und Peter Kraus im Arne-KArlsson-Park

Josefa Molitor-Ruckenbauer – Hunderte Jahre alte Baumriesen im Park dürfen nicht U-Bahn-Station zum Opfer fallen! Wir haben uns die im Frühjahr präsentierten Renderings zur U-Bahnbaustelle Arne Karlsson Park genau angeschaut und berechnet, was das für den Park bedeutet. Das Ergebnis ist erschreckend. (siehe Grafik) Deshalb fordern dass die U-Bahn-Aufgänge beim Park neu geplant werden müssen.

Seit vielen Jahren wird die U5 nach Hernals geplant. Aktuell soll 2026 mit dem Bau des Streckenabschnitts Frankhplatz-Elterleinplatz begonnen werden. Aus unserer Sicht ist noch genug Zeit, um sorgfältig zu planen und neue Aspekte wie eine verstärkte Beachtung der Klimathematik einzuplanen. Wir wollen nicht, dass ein so wichtiger, großer Park für die Alsergrunder wie der Arne-Karlsson-Park, in großen Bereichen zerstört und jahrhundertealte Bäume gefällt werden.

Im März 2022 wurden die Pläne für die nächste Bauphase von der Stadt präsentiert. Die vorgezeigten Renderings mit den beiden parkseitigen Stationsgebäuden lassen trotz Beteuerungen, dass alles für den Schutz der Bäume getan werde, Böses ahnen. Zahlreiche, große und alte Bäume müssen bei dieser Variante den Stationsgebäuden weichen. (siehe Grafik in rot) Weitere Bäume sind aufgrund der Baustellenlage und -dauer massiv in ihrem Überleben gefährdet. So auch die Riesenplatane im Park!

In Zeiten der fortschreitenden Klimakrise muss der Erhalt von Bäumen oberste Priorität haben. Die derzeitige Planung geht auf Kosten der Zukunft des Bezirkes und der nachkommenden Generationen.

Umplanung der U-Bahn-Station möglich

Wir fordern, dass die 3 Jahre bis zu Beginn der Bauarbeiten genutzt werden, um die Station umzuplanen und den Erhalt der Bäume in den Mittelpunkt zu stellen -trotz eventueller Mehrkosten.

Wir wollen eine wirklich baumschonende Umplanung der Baustelle mit dem Erhalt der wertvollen Baumriesen. Wir fordern, dass – wie bei der Station Frankhplatz – die Ausgänge in Nebenstraßen gebaut werden sollen (Strudlhofgasse oder Severingasse) oder wie bei der Station Neubaugasse durch ein bestehendes Gebäude geführt werden. Außerdem darf es im Park keine Baustellen-einrichtung geben, dafür muss der Straßenraum rund um den Park genutzt werden. Es darf keine Tabus bezüglich Straßensperren geben, einzig der Straßenbahnverkehr muss weiterhin möglich sein.

Sicherung der Bäume

Zudem sind die mächtigen Bäume im Bestand zu sichern nach dem Stand der Technik:

  • keine offene Baugrube zwischen den Stationsgebäuden sondern „Knopflochbauweise“
  • keine Grundwasserabsenkung im Bereich der Bäume bzw. Erarbeitung eines Bewässerungsplans für diese im Fall unvermeidlicher Grundwasserabsenkungen
  • keine Kappung der Wurzeln von mächtigen Altbäumen

Der mächtige Baumbestand im Arne-Karlsson-Park ist das HERZ DES ALSERGRUNDS und damit sein vitaler Erhalt höher zu werten als etwaige Mehrkosten durch Baumerhaltende Maßnahmen oder Plananpassungen!

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