Muriel Gardinger Buttinger (geb. Morris)

Psychoanalytikerin und Widerstandskämpferin (1901–1985)

Muriel Gardiner-Buttinger

biografie

Muriel Morris entstammte einer reichen Industriellenfamilie und besuchte 1918-1922 das Wellesley Collage in Boston.

Nach längeren Aufenthalten in Rom und Oxford kam die mittlerweile verheiratete Muriel Gardiner 1926 nach Österreich, um sich bei Sigmund Freud einer Psychoanalyse zu unterziehen. Freud lehnte sie als Patientin ab, woraufhin Muriel Gardiner kurzerhand selbst Medizin studierte, um Psychoanalytikerin werden zu können.

In den Bürgerkriegswirren von 1934 wurde sie politisiert und begann, sich immer stärker im politischen Widerstand zu betätigen. Sie stellte ihr Haus als Treffpunkt zur Verfügung, stellte Kontakte zu ausländischen Kontaktpersonen her und organisierte falsche Papiere, die vielen Jüd*innen die Emigration ermöglichten. 1938 nach ihrer Promotion wurde ihr als US-Amerikanischer Staatsbürgerin und Jüdin nahegelegt, Österreich zu verlassen. Auch nach ihrer Ausreise in die USA betätigte sie sich während des Krieges weiterhin in der Flüchtlingshilfe.

weiterführende Literatur

  • Mündlicher Bericht von Aktivistinnen des „AK Gedenkrundgang“ anlässlich einer Exkursion „Frauen im Widerstand am Alsergrund“ am 09.05.2013, organisiert von den Grünen Alsergrund; Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes.

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