Elsa Brandström

Betreuerin von Kriegsgefangenen (1888–1948)

Elsa Brandström

biografie

Als Tochter des schwedischen Militärattachés in St. Petersburg geboren, besuchte Elsa Brandström (Brändström) in Stockholm das Lehrerinnenseminar und kehrte 1908 nach St. Petersburg zurück.

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges meldete sie sich freiwillig als Krankenschwester in der russischen Armee. Dabei reiste sie für das Schwedische Rote Kreuz nach Sibirien, um dort auch für die deutschen und österreichischen Kriegsgefangenen in den russischen Gefangenenlagern eine medizinische Grundversorgung einzurichten. Katastrophale Verhältnisse hatten eine Sterblichkeitsquote von bis zu 80% bewirkt. Brandström setzte sich bei den russischen Behörden erfolgreich für eine bessere Betreuung der Kriegsgefangenen ein und organisierten Hilfe über das Deutsche, Schwedische und Österreichische Rote Kreuz. Nach ihrer Rückkehr nach St. Petersburg half sie beim Aufbau einer schwedischen Hilfsorganisation.

1918 wurde ihr nach Ausbruch der Oktoberrevolution die Arbeitserlaubnis entzogen, sie reiste dennoch unbeirrt zwischen 1919 und 1920 mehrmals nach Sibirien. Nach einer Verhaftung 1920 kehrte sie nach Schweden zurück und organisierte von dort aus Geldsammlungen für die Kriegsgefangenen.

Das Denkmal im Arne Karlsson-Park wurde von ehemaligen Kriegsgefangenen dem „Engel von Sibirien“ gewidmet.

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