Anna Lena Peterson

Diakonisse und Widerstandskämpferin der Schwedenmission (1904–1990)

Anna Lena Peterson

biografie

Schwester Anna Lena Peterson in der Schwedenmission der Seegasse 16 bot in der Zeit des Naziregimes vielen jüdischen Menschen Schutz und Hilfe. Die schwedische Diakonisse hatte ein Kinderheim bei Göteborg geleitet, bevor sie 1938 nach Wien entsandt worden war. Am Stützpunkt der schwedischen Israelmission in der Seegasse 16 unterstützte sie jüdische Menschen in der Organisation und Planung ihrer Auswanderung. Im Herbst 1939 übernahm sie die Leitung des Schwedenheims in Klosterneuburg-Weidling.

Die Schwedenmission widersetzte sich erfolgreich einer Instrumentalisierung durch die NSDAP. In der Zeit der Deportationen machte sie Hausbesuche bei von der Deportation bedrohten jüdischen Konvertiten. Sie konnte das Heim bis Oktober 1941 weiterführen, im November 1941 verließ sie als letzte der schwedischen Mitarbeiter*innen das Land und kehrte in ihre Heimat zurück. 1945 war sie Flüchtlingshelferin in Malmö, wo sie auch auf KZ-Überlebende aus Wien traf, die sie seinerzeit betreut hatte. 1946 kehrte sie im Auftrag der schwedischen Hilfsorganisation „Rädda Barnen“ („Rettet das Kind“) nach Österreich zurück und leistete Sozialarbeit für Remigranten verschiedener Konfessionen im Rahmen der schwedischen Israelmission. 1988 kehrte sie nach Schweden zurück, wo sie 1990 verstarb.

weiterführende Literatur

Weitere Frauengeschichten

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