Bürger:innenversammlung: U5-Baustelle Arne-Karlsson-Park

Trotz sehr kurzfristiger Ankündigung sind viele von euch zur Bürger:innen-Versammlung zur U5-Baustelle im Arne-Karlsson-Park gekommen. Dafür ein herzliches Danke – das große Interesse zeigt, wie wichtig dieses Thema für den Bezirk ist. Unser Eindruck nach der Versammlung fällt allerdings kritisch aus. Für alle die es nicht geschafft haben, wollen wir hier einen Überblick schaffen.

Das von der Bezirksvorstehung gewählte Format machte es schwer, sich ein klares Bild zu verschaffen: Statt einer gemeinsamen Information gab es fast ausschließlich Einzelgespräche, erschwert durch schlechte Akustik. Konkrete Planunterlagen waren kaum vorhanden – gezeigt wurden lediglich ein Linienplan und ein Rendering der Station. Viele zentrale Informationen mussten mühsam erfragt werden.

Detailplanung läuft – vieles bleibt offen

Bestätigt wurde, dass sich das Projekt noch in der Detailplanung befindet. Das bedeutet:

  • Eine weitere Bürger:innen-Infoveranstaltung ist erst für 2027 angekündigt.
  • Welche Bäume tatsächlich gefällt werden, ist noch nicht fixiert.
  • Eine Strategische Umweltprüfung wird es nicht geben.
  • Die Bauzeit für die Station Arne-Karlsson-Park ist mit ca. 2028–2035 angesetzt.

Besonders problematisch: der Umgang mit den Bäumen

Zwar wurde mehrfach vom „größtmöglichen Schutz der Baumriesen“ gesprochen, verbindliche Zusagen gab es jedoch nicht.
Konkret kritisch sehen wir: Wenn von der „Rettung der Platane“ die Rede war, bezog sich das offenbar nur auf  die eine parkseitige Platane, nicht auf alle betroffenen Großbäume. Weiters gab es keine fixen Zusagen zum Erhalt der zwei großen Platanen auf der Straßenseite der Hundezone. Laut schematischen Plänen ist in diesem Bereich die Baugrube vorgesehen, was den Erhalt dieser Bäume sehr fraglich macht.

Auch Verkehr & Nutzung bleiben unklar

Während der Bauzeit wird es eine Einbahnregelung in der Währinger Straße geben – dessen Auswirkungen unklar bleiben. Gehwege werden teilweise gesperrt, was den Fußverkehr beeinträchtigt. Offen bleiben auch die Belastungen für die Wohngrätzl durch Umleitungen des Autoverkehrs (Wilhelm Exner-Gasse, Sensengasse?). Wie der Park nach der Baustelle konkret aussehen und nutzbar sein wird, ist auch weiterhin offen.

Unser Fazit ZUR VERSAMMLUNG

Die Versammlung war ein erster Schritt, aber sie hat vor allem eines gezeigt: Bei einem jahrelangen, massiven Eingriff in einen stark genutzten Park gibt es noch viel zu viele offene Fragen und zu wenig Transparenz. Wir bleiben daher dran, fordern klare Informationen statt vager Aussagen und setzen uns besonders für den Erhalt der wertvollen alten Bäume im Arne-Karlsson-Park ein.
Über die nächsten Schritte – auch gemeinsam mit engagierten Bürger:innen – halten wir euch selbstverständlich am Laufenden.